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  Sonntag - 07.01.07  
 
Konzertreview Korpiklaani
24.10.06 (Location: Hirsch, Nürnberg)

Finnland hat musikalisch ja einiges zu bieten. Vor allem im Metal-Bereich gibt es in Finnland sehr viel Auswahl. Zu dieser Auswahl gehört die 2003 gegründete Band Korpiklaani, deren Musikstil wohl am ehesten dem Folk-Metal zuzuordnen ist. Ein guter Grund für mich, den Klängen dieser Band gerne zu lauschen. Die Texte ihrer Lieder handeln meist vom Jagen, Trinken und Feiern. DerName Korpiklaani bedeutet soviel wie Clan des Waldes. Bisher hat die Truppe um Jonne Järvelä 3 Alben veröffentlicht, die da wären „Spirit Of The Forest“, „Voice Of Wilderness“ und „Tales Along This Road“.

18 Uhr – meine Konzertbegleitung sollte um diese Uhrzeit kommen, damit wir rechtzeitig zum Konzert losfahren können. Meine Planungen beliefen sich auf eine Ankunft um 19:10 vor der Halle. War dann wohl doch etwas später – der Bekannte traf um 18:35 bei mir ein. Ich war schon halb in Panik, dass ich keinen vernünftigen Platz in der Halle bekommen würde... Aber alles kein Problem – um ca. 19:30 standen wir dann tatsächlich vor der Halle und es waren erschreckend wenige Leute da. Insgesamt waren es aber dann doch an die 250 bis 300 Leute, die schlussendlich die Halle bevölkerten.

Gegen 20:00 Uhr durften wir dann auch endlich (fast) in die Halle rein. Aus irgendwelchen undefinierbaren Gründen waren wir zwar schon durch die Kartenkontrolle, durften aber noch nicht vollständig rein. Es war dann doch etwa 20:20 Uhr als wir endlich direkt in die Halle durften. Und die erste Reihe war so verlockend. Ich konnte nicht anders als mich in die erste Reihe zu stellen. Das sollte natürlich belohnt werden – aber dazu später…

Ca. um 21:00 Uhr fing dann auch die Vorband an. Bis dato konnte keiner eine Auskunft geben, welche Vorband spielen würde... Ich glaube, die wussten warum da keiner etwas hat durchsickern lassen. Runamok nannten sich die Gehörgangvergewaltiger, die uns da vorgesetzt wurden. Eine Band aus Würzburg, bei der im Publikum nicht wirklich Stimmung aufkam. Nun ja – man hat es überlebt und sich umso mehr auf Korpiklaani gefreut.

Die kamen dann auch endlich gegen 22:15 auf die Bühne und es war eine super Stimmung von der ersten bis zur letzten Minute! Auf der Bühne und im Publikum war die Hölle los. Dass Korpiklaani Spaß bei der Sache haben, sieht man denen ganz eindeutig an! Die sind wirklich mit Herz und Seele dabei! Das reißt mit! So wurde jedenfalls auch im Publikum kräftig gebangt und gepogt, was das Zeug hält...

Gestartet haben Korpiklaani auch bei uns mit „Happy little Boozer“ und vor der Zugabe mit „Beer Beer“ geendet. Doch sie kamen noch mal für drei Lieder auf die Bühne, von denen das Letzte laut Insiderinformation noch ein Shaman-Titel war. Dies hat der Stimmung aber mit Sicherheit nicht geschadet.

„Beer Beer“ war natürlich der Höhepunkt des ganzen Konzerts – obwohl... es war auch ganz witzig, wie der Sänger Jonne direkt vor meiner Nase mit dem Hinterteil ins Publikum gewackelt hat *lach*. Einmal stieg er sogar auf die Absperrung und man konnte fast meinen er will zum crowdsurfen ins Publikum *grins*. Aber eigentlich wollte ich ja zu „Beer Beer“ noch was sagen. Schließlich ist das die Hymne schlechthin! Und der Titel lässt ja schon vermuten, dass es da um ein alkoholisches Getränk geht, dass dann von der Band (vorzugsweise vom Sänger) teilweise selbst getrunken und dann ins Publikum gereicht wurde! Soviel also zum Vorteil der ersten Reihe! Als erste eine Flasche von der Band "empfangen" zu dürfen ist natürlich unschlagbar!

Nach der Zugabe gab es dann noch Shake Hands von der Band (erste Reihe, sag ich nur) und so war dann nach der Verabschiedung das Konzert leider auch schon gegen 23:20 Uhr vorbei. Natürlich haben Hartgesottene vor der Bühne noch ein paar Minuten ausgeharrt, ob sich noch was tut. Während der Zeit haben dann die Rowdies bereits begonnen, aufzuräumen. Restliche Bier- und Wasserflaschen wurden von der Bühne an uns gegeben (hell yeah *g*) und ich konnte noch eine Setlist ergattern. Und so konnte anschließend beruhigt die Heimfahrt angetreten werden…

Weitere Infos findet man auf der offiziellen Seite von Korpiklaani: http://www.korpiklaani.com


© Maria Konrad
 
 
 
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