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  Sonntag - 07.01.07  
 

Interview mit Matthau von Bloodpit
„Bloodpit - Testosteron und Adrenalin!“

Die Finnische Band Bloodpit ist härter als ihre Mitstreiter „Negative“, „HIM“. Da röhrt die Stimme aus den Boxen nur um kurz darauf abzubrechen und einem melodisch sanften Sound Platz zu machen. Anscheinend kommt dies nicht nur in ihrer Heimat im hohen Norden gut an, denn Bloodpit sind auf internationalem Siegeszug. Nach Auftritten in Deutschland und Italien, wird im Dezember ein Konzert in Russland folgen. Außerdem konnten sie einen Plattendeal in den USA unterzeichnen und werden dort noch dieses Jahr ihr Album „Mental Circus“ raus bringen. Grund genug für Jalicano sich einmal mit Frontmann Matthau zu unterhalten.



JC: Ihr seid in Deutschland noch nicht allen bekannt. Wir wollen das ändern, also erzähl uns doch mal etwas über Eure Band und Euren Musikstil.


Matthau: Bloodpit, das ist Testosteron und Adrenalin. Ich denke, wir sind vor allem eine Rockband mit Einflüssen aus den Bereichen Grunge, Metal und 80er Jahre Rock & Roll. Wir versuchen Musik zu machen, die man nicht nur hören, sondern auch fühlen kann. Und über die anderen Jungs in der Band kann ich nur sagen: Paavo ist der ausgelassen, Aleksi ist fies, Alarik ist der Hübsche von uns und ich bin einfach ich.

JC: Beeinflusst Eure Heimat Eure Musik?

Matthau: Nein, ich denke nicht. Die einzige finnische Band, die mich jemals beeinflusst hat, ist „Popeda“.

JC: Was wollt Ihr mit Eurer Musik ausdrücken?

Matthau: Emotionen, Gefühle. Ich bringe auch viel aus meinen persönlichen Erfahrungen mit ein.

JC: Bitte vervollständige diesen Satz: Wichtiger als Musik ist mir…

Matthau: Vernunft.

JC: Kannst Du Dich an ein außergewöhnliches Erlebnis mit Fans erinnern?

Matthau: Mindestens zehn fallen mir sofort ein. Meistens sind sie wirklich nett, aber einige können richtig nervig sein. Ich erinnere mich an ein Ereignis, wo ich mich weigerte ein Mädchen in mein Hotelzimmer zu lassen. Sie ist richtig durchgedreht!

JC: Beschreib uns das Gefühl auf einer Bühne zu stehen.

Matthau: Adrenalin. Als erstes fühlst du dich ein wenig krank, doch dann fühlst du dich so unglaublich stark. Es macht süchtig und ist eine der besten Sachen, die ich kenne.

JC: Unser Topthema diesen Monat ist „Anderssein“. In wieweit unterscheiden sich Bloodpit von anderen Bands?

Matthau: Wir nehmen uns nicht so ernst. (Achtung Ironie) Ach, und ich bin schwul.

JC: Denkst Du, man sollte sein anders sein feiern?

Matthau: Ja, auf jeden Fall. Deswegen betrinke ich mich nicht, nehme Drogen oder mache etwas in die Richtung.

JC: Menschen, die anders sind, werden ständig mit Vorurteilen konfrontiert. Was sagst Du Leuten, die andere ausgrenzen?

Matthau: Fickt Euch!

JC: Abschließend erzähl uns von Bloodpits Zukunftsplänen.


Matthau: Alles zu seiner Zeit. Wir sind grad von unserer dreiwöchigen Tour durch Deutschland und Italien zurückgekommen. Unser nächstes Konzert ist im Dezember in Russland. Anfang Januar werden wir mit den Aufnahmen zu unserem zweiten Album beginnen und hoffentlich im Frühling wieder in Deutschland sein.

JC: Danke für das Interview!

Matthau: Vielen Dank und pass auf Dich auf!


Das Interview führte Esther Klung

Photo: Aleksi Koskinen

More: www.bloodpitband.com

 
 
 
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