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  Sonntag - 07.01.07  
 
Interview mit Jann von Jann Wilde & Roses Avenue
„Ich bin ein künstlerisches Genie!“

Im November tourte die finnische Rockband mit „Negative“ durch Deutschland, Schweiz und Österreich. Im Gegensatz zu vielen anderen Vorbands spielten sie sich sofort in die Herzen der Fans. Unsere Autorin Manuela traf Jann Wilde vor seinem Konzert in Luzern.



JC: Wie geht’s Dir?

Jann: Mir geht es richtig gut. Es ist großartig in Europa zu sein.

JC: Hast Du schon etwas von der Schweiz sehen können?

Jann: Es ist ein wirklich schönes Land. Da musst du dich nur umsehen.

JC: Oh, aber der Rest der Schweiz sieht nicht aus wie hier.

Jann: Ja, stimmt, letzte Nacht habe ich Straßen gesehen, die waren wie Serpentinen.

JC: Dann lass uns mal anfangen. Wie kam es dazu, dass Ihr zu einer Band geworden seid?

Jann: Wir sind vier völlig unterschiedliche Individuen. Das ist großartig für eine Band. Wir sind nicht wie The Hive, die alle die gleiche Uniform tragen. Tender ist der süße Junge mit dem weichen Haar. Arde ist der Rock & Roll Typ mit einem Touch Punk. Rene ist der Stille, unser jüngster, aber ein wirklich süßer Typ und ich bin das künstlerische Genie.

JC: Wer arbeitet bei Euch an der Musik und wer an den Texten?

Jann: Eigentlich machen wir alles zusammen, deswegen klingen wir auch wie „Jann Wilde & Rose Avenue“. Zwar schreibe ich meistens die Texte, aber die anderen haben genauso ihren Einfluss darauf.

JC: Kannst Du mir etwas über Eure Songs sagen?

Jann: Ich möchte unsere Songs nicht kommentieren. Sie sind wie Gemälde. Wir tragen sie mit uns und zeigen sie allen.

JC: Ihr lasst Euch vom Glam Rock der 70er und dem New Wave der 80er inspirieren. Welche Bands sind das genau?

Sammy: Bands wie T-Rex, Marc Bolan und David Bowie, New York Dolls und viele andere der 70er. Aber es ist nicht nur der Glam Rock, es ist Rock im Allgemeinen. Wir haben zusammen Led Zeppelin und The Cure gehört. Gothic ist ein großer Einfluss für mich, aber David Bowie ist mein Held.

JC: Du spielst noch in der Band „Volter“, wenn „Jann Wilde & Roses Avenue“ berühmter wird, hörst Du dort auf?

Jann: Nein, es wird immer mein anderes Projekt bleiben. Es ist etwas, das ich brauche, wenn ich von Tour mit „Jann Wilde & Roses Avenue“ zurückkomme. Es wird immer da sein, wenn auch im Hintergrund.

JC: Was tut Ihr bevor Ihr auf die Bühne geht?

Jann: Wir trinken Kaffee. Nein, nicht wirklich. Wir tun das, was alle tun. Ein paar Minuten relaxen, bis es dann auf die Bühne geht. Zurückkommen und schlafen.

JC: Ihr habt gestern Eure erste Single in Finnland auf den Markt gebraucht. Gibt es schon Erscheinungsdaten für Deutschland und die Schweiz?

Jann: Wir wollen das auf jeden Fall tun. Wenn uns die Leute hier mögen…

JC: Wir mögen Euch.

Jann: …dann ist alles möglich.

JC: Welcher Eurer Auftritte war bisher der beste?

Jann: Für mich persönlich war es der in Berlin, denn ich liebe diese Stadt. Und gestern hatten wir eine großartige Zeit in Zürich. Aber alle Auftritte waren wichtig.

JC: Gibt es einen Unterschied zwischen Fans aus den verschiedenen Ländern?

Jann: Das kann man so nicht sagen. Alle Fans sind wichtig. Es ist egal, wo du spielst.

JC: Was denkst Du, ist härter: Das Leben einer Band auf Tour oder das Leben der Fans, die der Band folgen?

Jann: Es ist schon komisch, wenn man immer wieder dieselben Gesichter sieht und es muss wirklich anstrengend sein einer Band zu folgen. Das Geld, was das kostet, das Warten in der eisigen Kälte am Morgen…

JC: Was hältst Du von Fans, die den ganzen Tag warten um ihre Band zu sehen?

Jann: Ich bin auch ein Fan, deswegen finde ich das nicht dumm. Du verbringst deine Zeit eben damit deine Helden zu sehen. Wenn ich eine Sekunde mit David Bowie verbringen könnte, würde ich mindestens 100 Euro dafür zahlen. Fan zu sein, ist eine wirklich gute Sache.

JC: Habt Ihr Wünsche für die Zukunft?

Jann: Als erstes werden wir den Eurovision Contest gewinnen und dann unser Debütalbum herausbringen. Und es wäre wirklich schön, wenn es in Europa auf Platz 1 gehen würde.

JC: Wie groß schätzt Du Eure Chancen den Contest zu gewinnen?

Jann: Sehr groß. Außerdem werden wir die Chance kriegen, überall aufzutreten, selbst wenn wir nicht gewinnen. Es ist eine großartige Chance.


© Manuela K. und Michèle H.

Photo by Sami Kuronen

More info: www.jwra.net
 
 
 
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